Schlachtfeld Geheimdienste: Fremde Regierungen stürzen ohne eigene Armee

Redaktion 6. Oktober 2019 1087 1 Kommentar

image

Artikel: Lausitzer Allgemeine Zeitung

Eine Regierung kann auch ohne Blutvergießen gestürzt werden. Keine übergroße Armee ist dafür notwendig. Alles nur durch Nachrichtendienstliche Tätigkeit. Denn Geheimdienstoperationen können durchaus eine Regierung zu Fall bringen. Mit hinterlistigen Tricks können Regierungsmitglieder in die Falle gelockt werden.

„Vergangenheit eine Operation für eine Behörde durchgeführt“

>>Welt<<

„Mutmaßlicher Drahtzieher will eng mit Behörden zusammengearbeitet haben – Neue Informationen befeuern die Vermutung, dass staatliche Stellen am „Ibiza-Video“ beteiligt waren. Ein mutmaßlicher Drahtzieher gibt an, in der Vergangenheit eine Operation für eine Behörde durchgeführt zu haben. … Dieser hatte im Mai im Gespräch mit WELT erklärt, dass H. in der Vergangenheit mit Behörden zusammengearbeitet habe. Für eine Verbindung zu staatlichen Stellen spricht zudem eine Angabe auf der Internetseite der Sicherheitsfirma von H.: Dort ist die Rede von Kooperationen mit „internationalen staatlichen Strafverfolgungsbehörden“.

„Verbindung zu staatlichen Stellen“

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist dieses Verwirrspiel recht einfach aufzuklären: Das Zustandekommen des „Ibiza-Videos“ basiert auf der Operation eines Nachrichtendienstes. Für diese These sprechen nicht nur die versteckten Kameras und Mikrophone, sondern auch ganz andere Tatsachen: Alleine um so ein inniges Vertrauensverhältnis zu einen anderen Menschen aufzubauen, dafür sind Monate oder Jahre an Arbeit nötig. Hinzu kommen die aufwendig fingierten Legenden der beteiligten Protagonisten. Nicht zu vergessen: Die präparierte Örtlichkeit und der gestellten attraktiven Oligarchen Tochter als „Lockvogel“ . Gewöhnliche Journalisten haben für solch komplexe Nachrichtendienstliche Operationen weder die Ausbildung, noch die nötigen finanziellen Ressourcen.

Journalisten können keine komplexen Nachrichtendienstliche Operationen durchführen

Rein formal liegt – das Land Österreich – im Zuständigkeitsbereich des Bundesnachrichtendienstes. Doch der BND darf solche Operationen „eigentlich“ nicht durchführen: Auf seiner Webseite verkündet der Bundesnachrichtendienstes – mit stolz geschwellter Brust – dass er lediglich Informationen sammeln darf. Aber der BND wäre nicht der BND, wenn er dafür nicht Mittel und Wege finden würde. Geheimdienste sind berühmt dafür: Gesetze mit sehr viel Phantasie auszulegen.

Kontrolle der Geheimdienste: In der Praxis ein schlechter Witz

Im übertragenen Sinn: Ein Stoppschild muss noch lange kein Stoppschild sein. Vielleicht wurde beim Schild der falsche Rot-Ton verwendet? Oder, die Schrift – beim Stoppschild – entspricht keiner geeigneten DIN-Norm? Wie das in der Praxis aussehen kann – kann man bei der abenteuerlichen „BND-Weltraumtheorie“ nachlesen. Kurzum: Satelliten fliegen im Weltraum und deshalb gelten dort oben im All keine Gesetze. Natürlich ist das hanebüchener Unsinn. Der Weltraum wird – vergleichbar – wie die „Hohe See“ rechtlich gehandhabt. Jedes Raumschiff oder Satelliten fliegt unter einer „Flagge“ und deren Gesetze gelten dorthin. Mit solchen rechtlichen Unfug kommt der Bundesnachrichtendienstes deswegen durch: Weil die Kontrolle der Geheimdienste praktisch nur auf den Papier existiert. Verkürzt: Gesetze haben dort eher dem Charakter einer unverbindlichen Richtlinien.

Wie Geheimdienste ihre Hände in Unschuld waschen

Dennoch rein formal: Kann der BND beim „Ibiza-Video“ seine Hände in Unschuld waschen. Grund – Weite Teile des Geheimdienst-Apparates wurden nämlich ausgelagert: Also der Bundesnachrichtendienstes spioniert nicht selbst, sondern lässt vielfach Andere für sich Spionieren. Eine ganze Reihe von Privatfirmen hat sich auf den Sektor spezialisiert. Der berühmtes Ex-Spion aus dieser Branche dürfte wohl Edward Snowden sein. Snowden arbeitete zuletzt nicht für dem Geheimdienst NSA, sondern für Booz Allen Hamilton und diese wiederum arbeitet für die NSA.

Moderne Geheimdienste: Zwischen Tarnfirmen und externen Dienstleistern

Der moderne Geheimdienst tritt heutzutage mehr auf wie ein Generalunternehmer, welcher selbst kaum noch etwas in Eigenregie bewerkstelligt: Denn neben externen Dienstleistern, kommen noch zahlreiche Tarnunternehmen und sogenannten „Vertrauenspersonen“ die häufig wirken wie ein eigener Geheimdienst hinzu. In dieser undurchsichtigen Welt gibt es keine echten Regeln. Von Heute auf Morgen kann der Geheimdienst eine V-Mann fallen lassen oder eine Tarnfirma auflösen.

Bundesnachrichtendienst als Generalunternehmer

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte beim Zustandekommen des „Ibiza-Videos“ der Bundesnachrichtendienst – über eine externes Unternehmen – seine Finger im Spiel. Auch ein Anderes – auf den ersten Blick – unbedeutende Detail spricht sehr wohl dafür.

„Böhmermann kannte das Ibiza-Video vor der Veröffentlichung“

>>n-tv<< „Böhmermann kannte das Ibiza-Video vor der Veröffentlichung“ Böhmermann: „Er das Video zu einem Zeitpunkt kannte – wo es noch nicht öffentlich war“ >>Merkur<<

„Fakt ist, dass er das Video zu einem Zeitpunkt kannte, wo es noch nicht öffentlich war – und dass er mit diesem Wissens-Vorsprung zweimal kokettierte: Das erste Mal, als er Mitte April in einem Video-Grußwort für die Verleihung des österreichischen TV-Preises Romy scherzte, er hänge „gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rum“.

Böhmermann: Spezielles „Video-Grußwort“ an die Österreichische Regierung?

Einerseits, führt der Bundesnachrichtendienst sogenannte „Hintergrundgespräche“ mit „ausgewählten“ Journalisten. Anderseits, sendete Böhmermann mit seinen Aufsager – ein „Wink mit dem Zaunpfahl“ also eine „Botschaft“ an Österreich. Frei nach dem Motto: Wir haben belastende Informationen über euch – also: Tanzt besser nach unser Pfeife. Landläufig könnte man es als Erpressung bezeichnen. Problem: Die Regierung in Österreich verweigerte sich diesem Druck und fuhr mehr und mehr mit ihrer Politik der Deutschen Bundesregierung in die Parade. Es war Unschwer zu erkennen, dass das kleine Land Österreich mit seiner politischen Initiativen, die große Bundesregierung regelrecht vorführte.

Wenn Erpressungen keine Wirkung zeigen

Da der offensichtliche Erpressungsversuch nicht zu den gewünschten Erfolg führte: Wurde kurzerhand – mit der Veröffentlichung des Video – die Regierung in Österreich gestürzt. Die geheimdienstliche „Kanonenboot-Diplomatie“ hatte also letztlich doch Erfolg.

Die geheimdienstliche Kanonenboot-Diplomatie

>>Wiener Zeitung<<

„Das Zentrum für Politische Schönheit, eine deutsche Guerilla-Polit-Prop-Gruppe, hatte offenbar zumindest bei der Veröffentlichung des Ibiza-Videos die Hand im Spiel. Eine dieser Gruppe näherstehende Person hat bestätigt, dass die Künstler involviert waren. Derzeit erscheint die Hypothese, dass sie an das Material gelangt sind und dieses dann verbreitet – sprich an „Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“ weitergegeben haben – für wahrscheinlicher, als dass sie die Videoüberwachung auch selbst organisiert haben. „Da ist eher ein herrenloser Koffer aufgesammelt worden“, heißt es.“

Merkwürdige Zufälle: „Da ist eher ein herrenloser Koffer aufgesammelt worden„

„Da ist eher ein herrenloser Koffer aufgesammelt worden“ – Eine ziemlich dubiose Erklärung. Es ist ein offenes Geheimnis: Das einige Journalisten dem Geheimdiensten – recht nahe – stehen, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass diese selbst Spione seien müssen. Solche Leute laufen unter der quasi internationalen Bezeichnung: Non-Official Cover – Vereinfacht: Nützliche Idioten, die für ein paar triviale Gefälligkeiten für den Geheimdienst arbeiten. Also ein paar zugespielte exklusive Informationen und diverse Einladungen zu netten Gala-Veranstaltungen reichen meist schon aus. Weniger über Geld, mehr über die eigne Eitelkeit sind diese Leute „käuflich“ .

Warum einige „Journalisten“ ganz spezielle Freunde haben

Allerdings über solche unscheinbaren Details sind diese speziellen „Journalisten“ auch leicht zu identifizieren. Teilweise stehen auch ganze Medien gewissermaßen über den Gesetz. Das ist ebenfalls an kleinen unbedeutenden Nuancen zu erkennen: Bild – Ist das einzige Medium, dass sozusagen die Erlaubnis „von oben“ hat, die Oligarchen-Tochter unverpixelt auf seiner Webseite zu veröffentlichen.

Geheimdienst: Warum Details wichtig sind

Das Spiel mit Zweideutigkeiten verstehen jedoch auch Politiker. Der gestürzte Heinz-Christian Strache „bedankte“ sich auf seine Weise bei der Bundesregierung: Indem er RT-Deutsch ein exklusives Interview gab und dorthin mit der Deutschen Bundesregierung regelrecht abrechnete. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass der Auslandssender RT-Deutsch innerhalb der Bundesregierung regelrecht verhasst ist.

Ein Kommentar von “Schlachtfeld Geheimdienste: Fremde Regierungen stürzen ohne eigene Armee

  1. Wolfgang P. on

    Geheimdienste sind der verlängerte Arm der Regierung. Wenn eine Regierung in nationalen Interesse handelt ist das mit den Diensten auch in Ordnung.
    Wenn aber, wie in den westlichen Staaten, die Dienste letztlich nur noch für die NWO arbeiten ist das überhaupt nicht mehr in Ordnung.
    Es ist unglaublich über welche Möglichkeiten die verfügen. Die haben die beste Ausrüstung, die besten Mitarbeiter und können sozusagen machen was sie wollen, sie haben die volle Rückendeckung der Regierung, so lange sie im Sinne des Systems handeln. Das muß man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen und man sollte sich das wirklich mal bewußt machen, was das bedeutet wenn irgendeine Organisation eigentlich machen kann was sie will !
    Wenn dann wirklich mal ein Mitarbeiter der Bescheid weiß von diesem ganzen Schmutz die Nase voll hat, was will er denn dann machen ? Will er vielleicht zu Maas oder Seehofer gehen oder zur Tagesschau oder zum Spiegel oder zur Bild-Zeitung, vielleicht auch zu irgendeinem Gericht oder noch besser zu Anne Will oder Maischberger, um sich zu beschweren und das alles aufzudecken ?

Schreibe einen Kommentar

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!