Leonora – ISIS war Trend!

Marsi 10. September 2019 2401 4 Kommentare

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Sangershausen – Im März 2015 schließt sich die 15-jährige Leonora ISIS an. Jetzt vier Jahre später, hofft sie, wieder nach Deutschland zurückkehren zu können.

Im März 2015 ändert sich für Maik Messing das ganze Leben. Von einem auf den anderen Tag ist seine 15-jährige Tochter weg. Kurze Zeit später erhält er eine Nachricht, von einem ihm bis dahin unbekannten Mann, welcher sich später als der Dschihadist Matrin Lemke, herausstellt. Er informiert Maik darüber, dass seine Tochter nun im Islamischen Staat zu Hause ist.

Zwei Wochen später erhält er das erste Lebenszeichen von seiner minderjährigen Tochter. Zu diesem Zeitpunkt ist Leonora noch voller Begeisterung und schwärmt von ihrem Haus, ihren Geschenken und berichtet vollkommen abgeklärt von den dortigen Verhältnissen und den mehreren Ehefrauen ihres Mannes in ihrer neuen Heimat.

Maik Messing kann dies alles nicht nachvollziehen und ist schockiert darüber, dass er bis zu ihrem plötzlichen Verschwinden, nichts von der Verwandlung seiner Tochter gemerkt hat. Von da an ist nichts mehr wie es einmal war.

Zusammen mit einem Journalisten versucht er mehrfach Leonora bei der Flucht zu helfen, doch diese entscheidet sich immer wieder für ihren Mann und das Terrorregime. Sie bekommt zwei Kinder und wird schlussendlich im Januar diesen Jahres verhaftet. Seitdem sitzt sie in einem Gefangenenlager und hofft auf die baldige Ausreise nach Deutschland.

Währenddessen ermittelt die Bundesanwaltschaft bereits, gegen die mittlerweile 19 Jahre alte zweifach Mutter, wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Vor einigen Tagen wurden Gebäude aus ihrem früheren privaten Umfeld durchsucht.

Ob und wann Leonora nach Deutschland zurückkehren darf, ist unklar. Die Frage bleibt offen, ob Leonora nicht sogar eine Gefahr für die Innere Sicherheit bedeuten könnte.

Eine junge, zwar naive Frau, die sich freiwillige einer Terrororganisation anschließt und dort Jahre verbringt, wird nicht plötzlich ihre Meinung und Einstellung ändern können und wollen. In einem älteren Stern-TV-Beitrag betete sie, nach ihrer Gefangennahme, stolz die erste Sure vor. Komplett verschleiert, ohne Reue und mit einem Kichern tritt sie vor die ARD-Kamera und versucht ihre Beitritt in den Islamischen Staat mit den Aussagen, „ Der Islam war Trend“ und „In meinem Alter war das eine Art Revolution“, zu relativieren.

Eine „Revolution“ die viele Menschenleben kostete! Eine „Revolution“ die bis heute Angst, Schrecken und Tod verbreitet!

Wollen wir solche Verherrlicher einer Terroristischen Organisation wirklich wieder aufnehmen?

Wer mit 15 freiwillig in den Krieg zieht, ist kein Opfer….

4 Kommentare auf “Leonora – ISIS war Trend!

  1. Martin Hannemann on

    Über die Rückkehr nachzudenken ist eins.
    Revolutionäre Gedanken hat jeder mal, auch immer wieder mal, und dass insbesondere wenn man mit der Situation unzufrieden ist.
    Und genau da liegt, meiner Meinung nach, der Hase im Pfeffer begraben.
    Die Perspektivlosigkeit muss bekämpft werden. Die derzeitige Völkerwanderung basiert auf der Perspektivlosigkeit in den Ursprungsländern der Migranten.
    Die Gutmenschen haben mit ihrer Entwicklungshilfe einen Futtertrog in die ärmsten Regionen gebracht. Das ist sicher löblich, aber es reicht eben nicht. Dann kommt die Langweile und außer Kinder zeugen gibt es nicht viel. Damit benötigt man weitere Unterstützung und der Topf quillt derzeit über.
    Hier geht es jetzt weiter und wir brauchen ja auch die traumatisierten Fachkräfte, die nicht arbeiten können. Aber nach alt hergebrachter Tradition können ja mehr Kinder auch besser versorgen. Dass die Felder nicht ausreichen, daran hat niemand gedacht. Sicher kann man mit technischen Mitteln die Grenzen weiter verschieben und das Bevölkerungswachstum ein Stück gedeihen lassen. Aber wir sind derzeit an einer Grenze, wie ja sogar die Klimaaktivisten erkannt haben. Was nun tun?
    Bevölkerungsreduzierung mit Kriegen, wie sie derzeit überall auf der Welt proklamiert werden? Natürlich redet keiner von Bevölkerungsreduzierung und das wäre auch Idiotie.
    Wie kann man die Situation in den Griff bekommen?
    Lasst die Menschen tätig sein, da wo sie ihre Wurzeln haben, so dass es für ein würdiges Leben in „Eigenverantwortung“ reicht, ohne zahlenmäßig weiter zu wachsen.
    In unserem Land hat man es sogar geschafft die Bevölkerungszahl zu reduzieren, da man sich eine Familie kaum mehr leisten kann. Aber das wird ja jetzt nach historischem Modell besser!?
    Bringt die Menschen in Lohn und Brot für ein ausgeglichenes Leben. Achtet auf die Umwelt und mutet ihr nicht mehr zu als Sie verkraftet. Seid fair in der Verteilung der Ressourcen.
    Leichter gesagt als getan, aber das sollten die Schwerpunkte der politischen Arbeit sein, um friedlich miteinander leben zu können, um andere Länder und Kulturen kennen zu lernen, ohne durch Perspektivlosigkeit in den Terrorismus getrieben zu werden.
    Ach ja, seid gnädig zueinander, jeder macht mal Fehler die später bitter bereut werden und gebt die Chance daraus zu lernen.

  2. SturmBerlin
    SturmBerlin on

    Es ist kein Einzelfall. Viele Jugendliche ohne wirkliche Perspektive schließen sich Gruppierungen an. Und es wundert mich auch nicht das die Gruppierungen innerhalb Deutschlands für die jüngere Generation keinerlei Anreiz mehr bieten.
    Die ISIS ist natürlich nicht gleichzusetzen mit einer Gruppierung aus Deutschland, was ich aber meiner Meinung nach auf das rückständige Land und deren internen Probleme schieben kann.

    Ich denke außerdem, das es nicht viel gefährlicher ist, dieses ursprünglich deutsche Mädchen wieder rein zu lassen.
    Wenn ich im Gegenzug dazu sehe wie viele potenzielle Gefährder ohne jegliche Kontrolle eingelassen werden.

    Durch das extreme gawaltpotential was diese Menschen haben. Ist es nur noch eine Frage der Zeit bis der Rest von uns unter geht. Ob nun mit einer letzten Schlacht oder ohne. Traurig aber wahr.

  3. Hexenbesen on

    mit 15 kann man noch gut manipuliert werden. Aber nach zwei Kindern müsste diese „Dame“ doch aufgeklärt sein. Wenn es nach mir ginge:
    Never ever zurück ! Die Kinder (so sie nicht schon hirngewaschen sind ) ja.
    Nur weil es hier für sie im Knast gemütlicher ist, will sie wieder zurück ? Die soll bleiben , wo sie ist- hat sich das doch selber ausgesucht. Alle „rehabilitations-versuche“ hat SIE doch abgebrochen… Chance vertan, selber schuld.

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